DEUTSCH
Eckhart Haisch
Ramificazioni, 1985
Seit 1985 steht die große, verzweigte Betonskulptur an der Blütenachse zwischen den Kleingartenanlagen „Zur Windmühle“ und „Goldregen“. Sie gehört seit Jahrzehnten zum vertrauten Bild der Anlage, doch ihre Entstehungsgeschichte ist weitgehend in Vergessenheit geraten. Entworfen und realisiert wurde die Arbeit von dem Künstler Eckhart Haisch (*1941)
für dieBundesgartenschau (BUGA) 1985 in West-Berlin. Mit seinem Entwurf „Ramificazioni” gewann Haisch 1984 den bundesweiten Wettbewerb zur künstlerischen Mitgestaltung der Schau in Berlin-Britz.
Der Titel „Ramificazioni” bedeutet auf Italienisch Verästelungen. Die Skulptur greift Formen auf, die an Äste, Wurzeln und pflanzliche Wachstumsstrukturen erinnern. Ihre offene, pavillon-
artige Architektur lädt dazu ein, sie zu durchschreiten, in ihr zu verweilen und sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erleben.
Im Laufe der Jahre hat die Skulptur im Volksmund eigene Namen erhalten. Manche nennen sie „Elefant“, andere „Elefantenfüße“. Wer regelmäßig hier vorbeikommt oder einen Garten in der Nachbar:innenschaft hat, kennt die markanten Betonarme und die kuppelartige Form längst als festen Bestandteil dieses Ortes.
„Ramificazioni” verbindet Kunst, Architektur und Landschaft. Die Arbeit ist nicht alleine für die Betrachtung aus der Distanz geschaffen, sondern als begehbarer Raum, der Begegnungen ermöglicht und Beziehungen zwischen Mensch, Natur und gebauter Umwelt herstellt.
Im Rahmen der sechsten Britzenale 2026 in der Kleingartenanlage „Zur Windmühle“ war Eckhart Haisch eingeladen, mit Besucher:innen über die Entstehung seiner Arbeit ins Gespräch zu kommen. Die Britzenale nahm dies zum Anlass, die Geschichte der Skulptur sichtbar zu machen und mit dieser Informationstafel einen Beitrag zur Wahrnehmung und Wertschätzung von Kunst im öffentlichen Raum zu leisten.
ENGLISH
Eckhart Haisch
Ramificazioni, 1985
Since 1985, the large branching concrete sculpture has stood along the floral axis between the allotment garden associations “Zur Windmühle” and “Goldregen”. For decades, it has been a familiar landmark within the site, yet the story of its creation has largely faded from memory.The sculpture was designed and realised by the artist Eckhart Haisch (born 1941) for the Bundesgartenschau (Federal Garden Show) 1985 in West Berlin. With his design Ramificazioni, Haisch won the nationwide competition in 1984 for the artistic contribution to the show in Berlin-Britz.
The Italian title Ramificazioni means “branching” or “ramifications.” The sculpture evokes forms reminiscent of branches, roots and organic growth patterns. Its open, pavilion-like structure invites visitors to walk through it, linger within it and experience it from different perspectives.
Over the years, the sculpture has acquired several popular nicknames. Some call it “The Elephant,” others “Elephant Feet.” Anyone who regularly passes by or has a garden nearby will recognise its distinctive concrete arms and dome-like form as an integral part of this place.
Ramificazioni brings together art, architecture and landscape. The work was not created solely to be viewed from a distance, but as a walk-through space that encourages encounters and fosters connections between people, nature and the built environment.
As part of the sixth Berlin Britzenale in 2026, held at the allotment garden association „Zur Windmühle“, Eckhart Haisch was invited to speak with visitors about the origins of the work. The Britzenale took this opportunity to make the history of the sculpture more visible and, through this information panel, to contribute to the recognition and appreciation of art in public space.